Im
Jahr 1710 wird an der Nethe eine Mühle erbaut, außerdem werden
die Felsenkeller angelegt, die noch heute der Brauerei als Gär-
und Lagerkeller dienen. Übrigens wird auch die historische Vorburg
bis heute von der Brauerei genutzt und dient der Unterbringung
der technischen Anlagen. Unter Christians Sohn und Nachfolger,
Burkhart Bruno Frhr. v.Mengersen, wurde der Baumeister
J.C. Schlaun im Jahre 1716 beauftragt, eine wehrhafte Burganlage
zu errichten, die wirtschaftlich für das Gut genutzt und der Familie
auch als Wohnsitz dienen sollte.
Schlaun ging später als bedeutendster Barockbaumeister Westfalens
in die Geschichte ein.
1750 schließlich errichtet Franz-Josef Frhr. v.Mengersen mit seiner
Gemahlin Sophie-Antoinette, geborene Freiin Spiegel, das Schloss
Rheder, noch heute Sitz der Familie. Es zeigt sich von außen eher
schlicht, beeindruckt innen jedoch durch ein schönes und geräumiges
Treppenhaus und mehrere wertvolle Stuckräume. Zusammen mit der
ebenfalls von Schlaun im Jahr 1716 erbauten barocken Dorfkirche
verfügt die Ortschaft Rheder somit über drei historische Stätten
von bedeutendem Rang und Schönheit.
Auch der Schlosspark gilt als besonders gelungen. Im Jahr 1800
zieht Friedrich Wilhelm Bruno Frhr. v.Mengersen das Erbe in Rheder
an. Für besondere Verdienste wird er 1814 in den erblichen Grafenstand
erhoben.
Er legt mehrer Eisteiche an, um im Winter Eis zu erzeugen, welches
für die Kühlung des Bieres benötigt wird. Außerdem baut er die
Mühle zur Weizenmühle um, die selbst von den Brakeler Bauern zum
Vermahlen ihres Getreides genutzt wird.
Dies veranlaßt ihn, 1828 eine Dampf-Branntwein-Brennerei einzurichten,
die schon zwei Jahre später in eine bayerische Bierbrauerei umfunktioniert
wird.
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