Adolf
Freiherr Spiegel v.u.z . Peckelsheim machte sich auch als Tierzüchter
sowie Land-und Forstwirt einen Namen. So gründete er mit gleichgesinnten
Freunden und Landwirten 1924 den Reiterverein "Nethegau" e.V.
Brakel und wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Rheder ernannt.
In den Jahren 1964/65 erfolgt der Neubau des Sudhauses.
Seine großen Kupferkessel sind bis heute das Schmuckstück der
Brauerei. Aufgrund der großen Nachfrage nach Flaschenbier wird
der Flaschenkeller erneuert und weitere Lagerkapazitäten für Vollgut
an Fass- und Flaschenbier geschaffen.
Nach
einem Brandschaden in der alten Mühle im Jahr 1971 wird die Turbinenanlage
erneuert und auf den fortschrittlichen 220/380 Volt-Drehstrom
umgestellt. So
konnte mit der eigenen Kraftstromanlage etwa 1/3 des benötigten
Stroms selbst erzeugt werden, je nach Wasserstand der Nethe.
Doch auch die Restaurationsarbeiten
am Schloss und der Vorburg werden stets mit viel Liebe und
Engagement vorangetrieben und sind Beweis für das Engagement
der Familie für den Erhalt der baulichen Historie in Rheder.
1979 tritt der Neffe Elmar Frhr. Spiegel v.u.z. Peckelsheim
das Erbe in Rheder an. Er leitet das Unternehmen bis heute.
Der Aufschwung der Brauerei nahm auch in den 80er Jahren seinen
Lauf, und so waren weitere Investitionen und Erweiterungen
der Produktionskapazitäten nötig.
So wird wegen der gestiegenen Nachfrage nach Flaschenbier,
das mittlerweile rund 60% des Ausstosses ausmacht, die Flaschenfüllanlage
nebst Flaschenwaschmaschine, Etikettiermaschine und automatischem
Einpacker völlig erneuert und erweitert.
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Um
den Anforderungen an den Umweltschutz gerecht zu werden, werden
1978 für die Abwässer der Brauerei biologische Klärteiche angelegt,
die sich harmonisch in die natürlichen Gegebenheiten des Nethetals
einfügen.
Dem Zeitgeist und der Nachfrage entsprechend, werden in Rheder
bald auch nichtalkoholische Getränke und Altbier hergestellt oder
als Handelsware vertrieben und ergänzen so das Sortiment.
Die Schlossbrauerei Rheder präsentiert sich im Jahr 2004 als ein
moderner Betrieb mit Tradition und Zukunft. Hier wird das Bier
noch nach althergebrachter Art und Weise gebraut, um zu gewährleisten,
daß sich auch die nachfolgenden Generationen an den Produkten
aus der Gräflich von Mengersen'schen Dampfbrauerei erfreuen können
- getreu dem Spruch: "Es lobt und trinkt ein jeder das gute Pils
aus Rheder!"
Im Mai 2004 eröffnete, neben einem Café in der Orangerie, auch
das Husarenmuseum mit einem kleinen Biergarten.
Ein Besuch nach Rheder ist nun mehr denn je ein Muss für Jedermann
geworden.
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