> 1924-2011 <

Adolf Freiherr Spiegel v.u.z . Peckelsheim machte sich auch als Tierzüchter sowie Land-und Forstwirt einen Namen. So gründete er mit gleichgesinnten Freunden und Landwirten 1924 den Reiterverein "Nethegau" e.V. Brakel und wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Rheder ernannt.

In den Jahren 1964/65 erfolgt der Neubau des Sudhauses.
Seine großen Kupferkessel sind bis heute das Schmuckstück der Brauerei. Aufgrund der großen Nachfrage nach Flaschenbier wird der Flaschenkeller erneuert und weitere Lagerkapazitäten für Vollgut an Fass- und Flaschenbier geschaffen.

Nach einem Brandschaden in der alten Mühle im Jahr 1971 wird die Turbinenanlage erneuert und auf den fortschrittlichen 220/380 Volt-Drehstrom umgestellt. So konnte mit der eigenen Kraftstromanlage etwa 1/3 des benötigten Stroms selbst erzeugt werden, je nach Wasserstand der Nethe.

Doch auch die Restaurationsarbeiten am Schloss und der Vorburg werden stets mit viel Liebe und Engagement vorangetrieben und sind Beweis für das Engagement der Familie für den Erhalt der baulichen Historie in Rheder.

1979 tritt der Neffe Elmar Frhr. Spiegel v.u.z. Peckelsheim das Erbe in Rheder an. Er leitet das Unternehmen bis heute.

Der Aufschwung der Brauerei nahm auch in den 80er Jahren seinen Lauf, und so waren weitere Investitionen und Erweiterungen der Produktionskapazitäten nötig.

So wird wegen der gestiegenen Nachfrage nach Flaschenbier, das mittlerweile rund 60% des Ausstosses ausmacht, die Flaschenfüllanlage nebst Flaschenwaschmaschine, Etikettiermaschine und automatischem Einpacker völlig erneuert und erweitert.
Die Familie von Spiegel

Um den Anforderungen an den Umweltschutz gerecht zu werden, werden 1978 für die Abwässer der Brauerei biologische Klärteiche angelegt, die sich harmonisch in die natürlichen Gegebenheiten des Nethetals einfügen.

Dem Zeitgeist und der Nachfrage entsprechend, werden in Rheder bald auch nichtalkoholische Getränke und Altbier hergestellt oder als Handelsware vertrieben und ergänzen so das Sortiment.

Die Schlossbrauerei Rheder präsentiert sich im Jahr 2004 als ein moderner Betrieb mit Tradition und Zukunft. Hier wird das Bier noch nach althergebrachter Art und Weise gebraut, um zu gewährleisten, daß sich auch die nachfolgenden Generationen an den Produkten aus der Gräflich von Mengersen'schen Dampfbrauerei erfreuen können - getreu dem Spruch: "Es lobt und trinkt ein jeder das gute Pils aus Rheder!"
Im Mai 2004 eröffnete, neben einem Café in der Orangerie, auch das Husarenmuseum mit einem kleinen Biergarten.
Ein Besuch nach Rheder ist nun mehr denn je ein Muss für Jedermann geworden.